Hau mir ab mit Schnee!

So sehr sich der Sohn auf den ersten Schnee gefreut hat, (ausgerechnet am Wochenende lag er dann in Omas Garten; der Schnee, nicht der Sohn) so ablehnend steht ihm die Püppi gegenüber.

Nach allem, was ich bisher über Livi wußte, war ich mir sicher gewesen, dass auch sie sich grenzenlos begeistert und Hals über Kopf in die erste Schneewehe ihres Lebens stürzen würde. Doch ganz im Gegensatz zu ihrem Bruder (der endlich wieder einen Grund hatte, extrafrüh aufzustehen: "Mama, Mama, der Schnee ist immernoch da, wir müssen ganz schnell Schlitten fahren gehen!") war sie geradezu empört, als ich sie auf den Schlitten (sogar zum Anlehnen!) setzen und losfahren wollte. Sie schrie und schrie und schrie die ganze Zeit, bis zum Rodelberg. Zumindest hätte sie es getan, wenn ich sie nicht notgedrungen den gesamten Weg geschleppt hätte (inklusive Schneeanzug fast so schwer wie Pebbi), denn Laufen ging auch nicht - da hätten ihre Füße den Schnee berührt!!!!

Zumindest hat Lias die Rodelsache allein bewerkstelligt - nur den Schlitten den Berg wieder hochziehen, das konnte Oma machen.

Verfasst von jenni am Donnerstag, dem 2. Februar 2012 um 13:49 Uhr, Leserbrief schreiben.

Familienplanung

Bisher neigte ich gelegentlich zu der Annahme, weitere Kinder wären schön.

Doch in den vergangenen Tagen (und vor allem Nächten) kam mir wiederholt der Verdacht, dass ich mehr Nachwuchs, als ich Hände habe, keinesfalls schaffen kann.

Schon an gewöhnlichen Nachmittagen, wenn ich gemeinsam mit Liv und Pebbles Lias abhole, wir zusammen durch den Park spazieren und alle gleichzeitig meine Hand halten wollen, während ich Pebbis Leine um den Bauch gewickelt habe und mit der Brust den Wagen schiebe – ist es nicht ganz einfach.

Nun sind aber alle gleichzeitig krank (Vati freilich auch, aber der liegt leise im Bett und möchte dabei nur selten meine Hand halten), und in Nächten wie diesen geht mir die Lust auf noch mehr Kinder (zumindest eins) zuverlässig flöten.

Irgendwann vergangenes Wochenende, mitten in der Nacht: Ich war gerade dabei, dem schlafenden Sohn heimlich Hustensaft einzuflösen, da er sich anschickte, mich wiederholt mit Hustenanfällen wach zu halten – als Liv in einer enormen Brech-Lache aufwachte.

Wir waren kurz schockiert, dann badete ich das Kind sauber, und Rob bezog das große (!) Bett neu, während Lias pausenlos jammerte, ich solle endlich in sein Bett kommen, wie ich es versprochen hätte! Irgendwann fand er sich gottlob damit ab, dass ich nicht in, sondern nur neben seinem Bett liegen konnte, weil ich die weinende Liv wiegte, die sich über brennende Kotze in der Nase beschwerte.

Es wurde eine recht anstrengende Nacht, während derer ich mehrfach die Betten und zu haltenden Hände wechselte, aber wenigstens kamen keine weiteren Körperflüssigkeiten dazu.

Also im Grunde mag ich Babies gern, aber zur Zeit bin ich ausgelastet. Vielleicht ja, wenn Lias in der Schule ist… Oder studiert. Aber dann kann ich auch auf die Enkel warten.

Verfasst von jenni am Montag, dem 23. Januar 2012 um 14:30 Uhr, ein Leserbrief.

2! 0! 1! 2!

Immer noch kein Schnee.

So müffelig nasskalt der Sommer war, so sinnlos warm ist nun der Winter - was soll man damit denn anfangen!

Ich weiß, es gibt Menschen, die es völlig ok finden, nicht über Schneewehen hinweg zur Straßenbahn steigen oder hinter schneeverwehten Türen ihr Büro suchen zu müssen. Vom Auto freischippen ganz zu schweigen. Sogar in meinem Bekannten- und gar Freundeskreis halten die sich auf.

Ganz ganz früher, als ich weder Hunde noch Kinder hatte, aber trotzdem schon alt genug war, um nicht mehr die erste Schneeflocke herbeizusehnen, war selbst mir nicht ganz klar, weshalb ich mich über adäquates Winterwetter freuen sollte.

Inzwischen jedoch, Jaaaahre später, schauen wir täglich gen Himmel und ersehnen alle gemeinsam den ersten Schnee; Lias möchte endlich Schlitten fahren und das seiner kleinen "Etzer" zeigen, die Hunde brennen darauf, sich endlich wieder straffrei auf dem Boden zu wälzen, und ich kann kaum erwarten, nicht dauernd dreckige Hunde zu waschen. Liv weiß noch nicht, worum es eigentlich geht, aber wenn Lias sich freut, freut sie sich auch.

Unser Jahreswechsel war übrigens so lahm wie noch nie zuvor; noch vor wenigen (na ja, fünf?) Jahren hätten wir uns nicht vorstellen können, am Silvesterabend einfach so zu Hause zu sitzen und NICHTS zu tun. Wir konnten ja nicht mal 0:00 Uhr nach unten, um eine Rakete zu zünden, denn oben lagen jeweils zwei Kinder und Hunde, die einen schlafend, die anderen zitternd und winselnd. Immerhin hatten sich Liv & Lias den ganzen Nachmittag über müde gebadet, Rob hatte sich müde gekocht, und ehe ich mich versah, war es bereits nach 22:00 Uhr, und wir hatten's fast geschafft. Dennoch hoffe ich, dass alle 3-4 Kinder ein baldiges Silvester außer Haus verbringen. Keine Ahnung, was ich dann mache. Aber versuchen können wir es ja mal.

Verfasst von jenni am Dienstag, dem 10. Januar 2012 um 13:07 Uhr, Leserbrief schreiben.

Lasst uns froh und (vor allem) *munter* sein!

Seit Wochen steht Lias pünktlich 5:30 Uhr an unserem Bett.

"Mama, wir müssen Adventskalender aufmachen!" oder –später dann– "Mama, war der Weihnachtsmann schon da?!" oder –als ich dachte, es wäre überstanden– "Mamaaa, wir müssen aufstehen und mit den Geschenken spielen!!!!!"

Immerhin weicht die wochenlange aufgeregte Anspannung nun endlich einer mittelschweren Erschöpfung - was aber nicht heißt, dass die Kinder jetzt mehr als 7 Stunden pro Nacht schlafen würden; sie spielen einfach ein bißchen langsamer und brauchen mehr Hilfe. Lias schwingt sein Ritterschwert nicht mehr ganz so kraftvoll, und Livi braucht für die Puppenwagenrunde etwas länger; an Schlaf ist trotzdem nicht zu denken.

Und immer, wenn wir spätabends Livi & Lias zuschauen, wie sie in Schlafanzügen um den Baum tanzen, denken wir, die Augen mühsam offen haltend, wie cool Weihnachten mit Kindern ist -

das erste Mal Weihnachtsfeier im Kindergarten (endlich interessiert sich Lias für Weihnachtslieder; so lange Mutter die sang, waren die total egal), zum ersten Mal der Weihnachtsmann bei uns zu Hause (ungeheuer mutig, die Kinder, trotz einiger Kritikpunkte seitens des Alten), und alle Omas, Opa, Tanten und Onkel hatten Zeit zum Spielen.

Und jetzt, wo die Aufregung etwas nachläßt, haben wir zum Glück den Otis zu Besuch, –er bleibt auch zu Silvester– damit keine Langeweile aufkommt; fehlt nur noch genügend Schnee, um die Hunde anspannen zu können!

Verfasst von jenni am Mittwoch, dem 28. Dezember 2011 um 07:53 Uhr, Leserbrief schreiben.

verstrohwaist …

… sind Liv und Lias und natürlich auch die Pebbi, aber ihr macht das kaum etwas aus, habe ich den Eindruck, denn sie benimmt sich wie immer vorbildlich: bewacht das Treppenhaus vor sämtlichen Mitbewohnern (laut bellen), kümmert sich um nicht herumliegende Bäckereinkäufe (12 Quarkbällchen und 2 Pfannkuchen) und gestaltet den Flur innenarchitektonisch wertvoll neu (Schlamm abschütteln).

Lias dagegen hat dem Papa versprochen, in dessen Abwesenheit sehr lieb zu sein und der Mama zu helfen. Und das beschäftigt ihn ganz schön. Ich will nicht behaupten, dass ich den Sohn kaum wiedererkenne, weil er plötzlich seinen Kram wegräumt, die Livi nicht schubst und anstandslos Zähne putzt. Aber immerhin bittet er mich nach jedem Ausrutscher immer darum, es dem Papa nicht zu erzählen :-)

Liv hat offenbar beschlossen, bis zu Vatis Rückkehr wach zu bleiben und die Zeit gestern nacht gleich zum Videotelefonat genutzt. Ganz Robs Tochter fand sie die Technik total prima und wunderte sich kaum darüber, dass Papa aus dem Computer sprach. Nur küssen wollte sie ihn nicht.

Verfasst von jenni am Montag, dem 5. Dezember 2011 um 11:31 Uhr, Leserbrief schreiben.

Liv fährt Eisenbahn

Verfasst von rob am Mittwoch, dem 23. November 2011 um 21:22 Uhr, Leserbrief schreiben.

November

Großartig vorgefallen ist nichts, doch da der letzte Eintrag bereits einen Monat her ist, gebe ich mit Hilfe des Novemberbeitrages bekannt, dass alle wohlauf (die einen mehr, der andere weniger) sind und trotz Novemberwetters zu Lampionumzügen, Kindergeburtstagsfeiern, traditionellen Park- und Zoospaziergängen, Joggingrunden, Ponyausritten, Omabesuchen und wohl demnächst auch Weihnachtsmarktbesuchen starten.

Liv läuft nicht mehr, sie rennt nur noch; Lias muss im Kindergarten nicht mehr weinen, isst aber trotzdem nur Kartoffeln ohne alles; Pebbi sieht wieder aus wie immer, nämlich ein alter Landstreicher, muss aber im Winter nicht zum Friseur. Ich war beim Friseur, aber diesmal hat mich Liv wiedererkannt und nicht geweint. Rob fährt seit November mit dem Rad ins Büro, ist aber trotzdem nicht gesünder. Und wer uns mal besuchen will, soll unbedingt voreikommen.

Verfasst von jenni am Dienstag, dem 22. November 2011 um 14:14 Uhr, 2 Leserbriefe.

Mama ist 30 …

– schon länger, das war bekannt; gestern nun also 30c, aber ein bisschen gefeiert wurde dennoch, und die Familie war auch sehr lieb.

Auf dem Dorfe wurden Sonne und Tafelsilber herausgeholt, Winnie Puh-Drachen stiegen übers Feld, und sogar ausländischer Besuch war da! Der kam zwar nicht ausschließlich zu meinen Ehren und musste auch kurz nach dem Kaffee wieder zum Bus, doch immerhin ließ er die Juli noch da, zumindest für eine Woche. [Trauerabsatz]

Und weil der Tag so schön und aufregend und vor allem schlaflos gewesen war, nickten die Jüngsten auf der Heimfahrt umgehend heim – so konnte ich meinen Geburtstag intensivst auskosten, denn zu Hause wurde der Abend noch sehr lang.

Verfasst von jenni am Montag, dem 24. Oktober 2011 um 10:31 Uhr, ein Leserbrief.

Papa ist 30

– aber wir haben trotzdem gefeiert, zumindest ein bisschen.

Zuerst ihn (mit Luftballons und vom Sohn selbst gesungenen Geburtstagslied in Endlosschleife), dann mich (mit viel Blumen - weil ich nun schon einJahr lang offiziell an seiner Seite ausharre) und schließlich uns alle (mit allerlei Gäulern auf dem Pferdehof, die zum Angucken und Streicheln –sofern man sich traute– bereit standen).

So hatten alle (bis auf Pebbi, die sich an der Koppel –"Vorsicht, Strom drauf!"– tüchtig einen abholte) einen recht schönen Tag; trotz chronischer Herbstmüdigkeit und damit verbundener Partyunlust (Freunde, das wird nachgeholt!) seitens des Jubilars und dem schlechtesten Wetter, dass dieses jahr bisher zu bieten hatte.

Doch drinnen gab es Fischstäbchen, und das entschädigt für Vieles.

Verfasst von jenni am Mittwoch, dem 12. Oktober 2011 um 10:09 Uhr, Leserbrief schreiben.

Alltag mit halber Besetzung

Dass der große Hund schon vor einiger Zeit ausgezogen ist und seinen Zweiten Frühling auf dem Dorf verbringt, habe ich inzwischen verwunden. Er ist glücklich auf und unter Omas Sofa, und ich hab weniger Haare rumliegen; und manchmal kommt er mich ja auch besuchen.

Nun ist der nächste Mann aus dem Haus, - zumindest stundenweise- und die Mädels und ich haben sturmfrei; endlich kann Livi auch mal mit den Spielsachen hantieren, ohne dass sie ihr sofort aus der Hand gerissen - "Neiiiin, du DARFST das nicht!" - werden.

Langweilig ist uns trotz der Abwesenheit unserer kleinen Plaudertasche nicht: der Dackel will immer viel raus, dauernd hat eins Geburtstag, dann ist bald Winter, und wir müssen vorsorgen (Schlitten auf dem Boden suchen), das Kinderzimmer braucht farbige Wände, und das neue rote Sofa passt auch nicht mehr zum Hintergrund. Und während Lias im Kindergarten "Bort" macht ("Mama, heute standen wir auf den Händen! Und auf dem Kopf!"), mittags Kartoffeln ohne Soße (und ohne alles andere) isst und vorbildlich mittagschläft, übernimmt die "Ichi" (die neuerdings die "Lizzi" ist, weil Lias das "L" nun sprechen kann) zu Hause die Aufgaben des Bruchpiloten. Jeden Tag eine neue Blessur, und der Papa schimpft abends, weil die Prinzessin zerschrammt ist - vom Klettergerüst-Stunt und der Schaukelpferd-Artistik oder einfach nur vom Allein-laufen-wollen.

Nur beim Zwergabholen im Kindergarten muss ich Livi beschützen - vor den großen Mädchen, die sich alle in sie verguckt haben und sie nun pausenlos herumtragen wollen …

Verfasst von jenni am Freitag, dem 7. Oktober 2011 um 23:35 Uhr, 2 Leserbriefe.