Still!
Yep, der G-Kurs (Ich bin ein wenig von der Bezeichnung GVK abgekommen, nachdem ich von verschiedenen Stellen auf deren Zweideutigkeit hingewiesen wurde. Als würde ich an sowas echt noch denken. Tz tz tz.) vergangenen Donnerstag war wirklich so schlümm, wie ich gedacht hatte; nein, eigentlich noch schlümmer. Nachdem im Vorfeld bereits geklärt worden war, dass das Thema des Abends "Stillen im Allgemeinen und vor allem aber mal wieder im Speziellen, obwohl das überhaupt niemandem was nützt, weil wir sowieso alles selbst rausfinden müssen und solche Sachen auch bei jedem anders sind" sein würde, ahnte ich zwar Unheilvolles, wurde vom Pfreund aber gezw..., äh, überredet, doch hinzugehen, weil er sich als Essenz der Diskussion versprach, man würde mir mitteilen, dass ich viel und häufig essen müsse. Wenn ich ihm deutlich zu machen versuche, dass ich seinen Sohn in Melonengröße im Bauch herumschleppe und daher weder Platz für Essen noch zum Einatmen habe, hört er entweder nicht richtig zu, glaubt mir nicht oder vergisst alles gleich wieder. Wahrscheinlich alles zusammen.
Dennoch tat ich ihm den Gefallen, tauchte beim G-Kurs auf --- und bereute es sofort wieder. Erstens waren gar nicht alle da, was zum Einen bedeutete, dass auch ich hätte fehlen dürfen; zum Anderen war die Runde der langweiligen Schwangeren noch übersichtlicher als sonst, und es wäre besonders unangenehm aufgefallen, wenn ich in meinem Buch gelesen hätte. Zweitens holte Katrin Hebamme Quarta ziemlich schnell einen (zum Glück!) künstlichen, mit Fell/Stoff/Plüsch bezogenen, Mops heraus und begann, detailliert nicht nur den Stillvorgang, sondern auch das Anlegen des Babys ("die Brust muss in den Mund!" Aha.) und das eventuelle Ausstreichen zu demonstrieren. Nicht ohne ununterbrochen darauf hinzuweisen, dass wir das alles im Krankenhaus nochmal gezeigt kriegen würden und ohnehin individuelle Unterschiede bestünden. Dennoch dauerte das Ganze mindestens dreißig qualvolle Minuten.
Im Anschluss breitete sie sich genauso umständlich, lang andauernd und uninteressant über "Nucki-Benutzung: ja-nein", "Pro & Contra Ananasessen während der Stillzeit" und, ganz wichtig, die richtige Haltung des Babys beim Stillen aus. So erfuhren wir mit angehaltenem Atem, dass es möglicherweise bequemer ist, ein Kissen unter den Lias zu legen, um ihn nicht die ganze Zeit halten zu müssen und dass man trinken muss, wenn man Durst hat.
Vor Spannung noch ganz taumelig fiel ich nach gefühlten 12 Stunden dem draußen wartenden Pfreund in die Arme und genehmigte mir erstmal einen Schluck Apfelsaft!
3 Leserbriefe
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Re: Still!
Jaja, Apfelsaft! Äppelwoi mit Schnaps!!
autor: rob — 2008-02-02 19:55:09
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In Eigener Sache....
Ui, guck mal. Ein Bild von mir!
autor: rob — 2008-02-05 23:31:15
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Re: Still!
ja und fein atmen lernen! dass du mir da nicht in deinem buch liest, sondern schön aufpasst, wie das geht mit dem babays rauspressen! ich drück dich von der ferne!
autor: die berlinerin — 2008-02-17 19:32:22