Häppie Börsdäi, Ottokar!
Besonders gut auf seine Gäste vorbereitet war er ja nicht gerade, aber das lag vielleicht auch daran, dass er sich des besonderen Datums nicht völlig bewusst war und daher keinen birthday-planner engagiert hatte. Hätte Otis sein kleines Kalenderchen parat gehabt, wäre ihm möglicherweise aufgefallen, dass er GENAU HEUTE vor einem Jahr dem Breitenfelder Tierheim (was für ihn Glücklichen nur eine Interimlösung von ca. 6 Wochen darstellte) den Rücken gekehrt hatte, um bei seiner neuen, damals noch recht kleinen, Famülie einzuziehen. Um ehrlich zu sein, nahm ich ihn damals zunächst für 4 Probetage mit nach Hause; wir kannten uns zwar schon ein bisschen, wussten aber noch nicht genau, ob wir dauerhaft zusammen bleiben wollten. Der Plan sah vor, ein gemeinsames Wochenende zuverbringen, und so fand sich Ottokar am Freitag, den 9. Februar 2007, auf dem Rücksitz vom Pü wieder, wo er seiner Nervosität durch ununterbrochenes Hin- und Herlaufen, Ab- und Aufspringen sowie nach-vorn-steig-Versuchen Ausdruck verlieh. Zu Hause waren wir beide dermaßen k.o., dass wir beschlossen, einige Zeit verstreichen zu lassen, bevor wir uns erneut in Gesellschaft, sprich: in den Park, begaben. Nachdem Otti sämtliche Zimmer kontrolliert hatte, warf er sich dankbar auf seine Matte und wachte erstmal mehrere Stunden nicht mehr auf. Gegen 23 Uhr machten wir uns nochmal auf die Sockens, um im inzwischen verlassenen Park (das hielt ich damals für eine gute Idee; ich dachte, so könne er ohne Ablenkung und Stress eine Runde drehen und seine neue Umgebung kennenlernen; ich ahnte ja nicht, was uns in dieser Nacht noch erwartete) noch ein bisschen herumzuschnüren. Wir waren noch gar nicht weit gekommen, als wir mitten auf der Klingerbrücke zwei weitere Nachtschwärmer aufgabelten.....die sich auch (manchen wird die Geschichte unter Umständen bereits bekannt sein) bis heute nicht mehr abschütteln liessen :-)
Otis´ "Geburtstag" ist somit gleichzeitig ein nicht unwichtiger Kennenlerntag, der recht weitreichende Konsequenzen nach sich zog; eine davon räkelt sich gerade extrem beutelrattig von links oben nach rechts unten im gesamten Bauchraum und trampelt mir zwischen den Rippen rum. Trotz qualitativ äußerst hochwertigem Geburtsvorbereitungskurs hat sich das dicke Kind noch nicht gedreht, und bestimmt macht es das auch nicht mehr, weil es inzwischen ohnehin zu sperrig dafür ist.
Aber wenigstens hatten Otti und Pebbi einen schönen Geburtstagstag im Wald von Lawodo; jetzt liegen sie völlig platt im Bettchen und schnorcheln den Schlaf des gerechten (bzw. satten) Hundes.
ein Leserbrief
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Re: Häppie Börsdäi, Ottokar!
*knutschi*
autor: robi — 2008-02-09 19:40:25