Delikatessen

Der Sohn wird langsam erwachsen.

Schwimmen kann er ja schon fast, und auch zum Sitzen braucht er nicht mehr viel Hilfe (fällt nur noch ganz langsam zu einer Seite um), er unterhält sich gern (Voraussetzung: UNEINGESCHRÄNKTE Aufmerksamkeit seines Gegenübers. Sonst Beschwerde. Und zwar laut!) und flirtet mit den ollen Regaleinräumerinnen bei H & M, indem er hinguckt, lächelt, wegguckt und dabei ganz entzückend mit dem Kopf wackelt.

Jetzt will er auch noch ESSEN!

Noch vor wenigen Wochen war ihm ja völlig gleichgültig, ob Minimöhren, -kälber oder -hühnerbeine in seinem Babyglasmenü lagen, doch inzwischen stellte sich heraus, dass er sehr wohl Vorlieben entwickelt hat und diese begeistert zu pflegen beabsichtigt. Und wehe, wir liefern nicht in vollem Umfang! Das sieht dann so aus: Eins der Eltern isst Eis. Und zwar Capri, ein schnödes Wassereis, eigentlich nur gefrorener Orangensaft. Der Sohn wird schon beim Geräusch des Papierabwickelns unruhig; kaum gelangt die Leckerei (na ja) in sein Blickfeld, stößt er fordernde Laute aus, die sich umgehend zu einem Protestgeschrei steigern können, kommt man seiner höflichen Aufforderung zum Baby-mit-Eis-füttern nicht augenblicklich nach. (Ja, wir wissen selbst, dass Eis als Grundnahrungsmittel ungeeignet und für fünf Monate alte Babies einigermaßen fragwürdig ist. Doch hat Werni sich den Holzstab erstmal gegriffen, will ICH nicht diejenige sein, die ihm diesen wieder entringt!)

Bisher hat er sich außerdem an Schinkenbrötchen, Roter Grütze und Fruchtzwergen interessiert gezeigt. Wird Zeit, dass sich endlich der erste Zahn blicken lässt!

Verfasst von jenni am Montag, dem 25. August 2008 um 22:23 Uhr.

(noch) keine Leserbriefe

Mein Leserbrief

Titel:

Text:

Name:

Mail: (wird nicht veröffentlicht)

Bitte gib den Vornamen eines beliebigen Familienmitglieds an:
 << aus Spamschutzgründen. Auch Hunde zählen!