überleben
Zwar ging am Wochenende nicht schlagartig alles besser, aber nachdem nun eine Woche vorbei ist, scheint auch das ganz große Elend vorüber zu sein.
Manchmal kann der Versehrte sogar für wenige Stunden liegen und muss nicht mehr ausschließlich sitzend auf dem Sofa schlafen. Er benötigte keine Hilfe zur Notrettung aus der Wanne, und gestern waren Lias und ich sogar im Büro und haben das Arbeitsgerät geholt.
Dennoch ist es nach wie vor ungewohnt, tagsüber einen zusätzlichen Mitbewohner zu haben. Eigener Aussage nach bemühe dieser sich zwar, möglichst still in seiner Ecke zu sitzen und nicht zu stören, aber trotzdem ist die Gesamtsituation nicht ganz das, was man als wünschenswert beschreiben würde. Aber ist ja hier auch kein Feriencamp, sondern Verletztsein bei schlechtem Wetter, da ist gute Laune wahrscheinlich ein bisschen viel verlangt.
Meine andere große Liebe wollte gestern mittag allein bei Eleni bleiben. Als ich meine Jacke anzog, winkte mir der Sohn zum Abschied und ging wieder spielen; schließlich war er gerade dabei, die Puppen zu füttern.
Heute das Gegenteil: Kaum hatte ich ihn abgegeben und vor Elenis haus die Hunde aus dem Auto geholt, um mit den beiden um die Häuser zu ziehen, rief sie schon wieder an, um mir mitzuteilen, dass Lias heute nicht so gern auf die Mama verzichten möchte. Sie war kaum zu verstehen, weil das Kind so kreischte, aber ich wusste auch so, was sie meinte. Als ich zurück war, –die Hunde wunderten sich ein bisschen, dass ich extra gekommen war, um sie aus- und wieder einsteigen zu lassen– stellte sich heraus, dass Babykumpel Anton bereits vor Ort gewesen war und seine Mama dabei hatte; möglicherweise hatte das dem Sohn zu schaffen gemacht. Zum Dank donnerte er Anton den härtesten Ball an die Stirn, so dass dieser auch mal ordentlich weinen konnte!
Nach einer Weile hatten sich alle wieder beruhigt, und vielleicht ist morgen ja schon alles wieder ganz anders und viel besser, und ich darf wieder allein spazieren gehen …
5 Leserbriefe
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Re: überleben
Ich wünsch es Dir, meine Liebe!
autor: j. — 2009-11-11 00:36:14
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Re: überleben
Naja, wenigstens hat Rob jetzt ganz viel Zeit, die er mit seinem Sohn verbringen kann! Bücher anschauen z.B. geht ganz wunderbar im Sitzen. Und bestimmt auch einarmig! ;-) Und wenn Du bei der Erziehungsarbeit ein bißchen entlastet bist, geht das mit dem "überleben" sicher gleich viel besser!
autor: Jana samt Jungens — 2009-11-11 21:41:29
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Re: überleben
Frollein Weiß hat da theoretisch total recht :-)
autor: Jenni — 2009-11-12 11:32:55
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Re: überleben
Nach "Muddi" jetzt auch noch "Frollein"? Au backe!!! ;-(
autor: Jana samt Jungens — 2009-11-12 11:38:02
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Re: überleben
Siehst du mal, wie ich ein Kind meines Opas bin. :-)
autor: jenni — 2009-11-12 13:06:59