Zwergenrevolte im Spielzeugladen
Natürlich weiss man vorher, was einen erwartet, wenn man mit Zweieinhalbjährigen (die vier Monate alten haben noch keine so klare Meinung) in die Spielwarenabteilung eines Kaufhauses geht.
Auch mir war klar, worauf es hinauslaufen und wie unser Vormittag enden würde, aber ich hatte gar keine andere Wahl, denn da ja in Kürze Weihnachten ist, (Der Baum steht schon. Nicht bei uns –auf dem Marktplatz.) sind sämtliche Schaufensterdekorationen bereits auf Geschenkejagen und vor allem -einfordern ausgelegt.
Das verfehlt auch bei meinem Sohn seine Wirkung nicht, und so mussten wir der Spur der Legomänner in die 4. Etage folgen, wo das Unheil auf natürlichem Wege seinen Lauf nahm:
"Mama, ich will Spielzeug."
Nachvollziehbarer Wunsch, klare Ansage. Ich versuchte, mich mit ihm auf eine Kleinigkeit zu einigen, da ja der Weihnachtsmann demnächst für die großen Wünsche zuständig ist, hatte aber nicht all zu viel Erfolg.
"Mama, ich will einen Bagger. Ich will eine Euer-eehr. Ich will einen Puter!!!!!!" (Letzteres noch im Rausgehen, als ich uns nicht geschickt genug an den Spielecomputern vorbeizuschleusen vermochte.)
Die Kleinigkeit, die wir als Kompromiss ausgewählt hatten, ist zu klein, hat nicht den richtigen Kran und überhaupt ist das keine Euer-eehr. Weinend schlurften wir nach Hause zurück und werden es zukünftig vermeiden, die Spielzeugregale in Kaufhäusern aufzusuchen.